Letzten Mittwoch sind wir nach der Erholung an der litauischen Westküste nach
Lettland in die Hauptstadt Riga durchgefahren. Die Straßen in Lettland waren
leider ziemlich schlecht und wir wurden im Wohnmobil ordentlich
durchgeschüttelt. Wahrscheinlich ist dies Taktik, damit Durchreisende öfter bei
den Obst und Gemüsehändlern am Straßenrand anhalten. Wir haben frische
Erdbeeren, Himbeeren und Pfifferlinge für’s Abendessen gekauft ;)
In Riga haben wir zwei Nächte am Stadthafen an der Daugava auf einem
Campingplatz mit extrem viel Industrieromantik in prominenter Nachbarschaft zur
MS Deutschland verbracht. Am Abend haben wir ein nettes Pärchen aus der Nähe von
Soest kennengelernt, welche mit ihrem kleinen Sohn und Hund das Baltikum für
mehrere Monate erkunden und dabei sehr gern mit ihrem Campingbus frei in der
Natur stehen. Susi war begeistert und beeindruckt, dass sie die lange Reise ganz
unkompliziert mit Kleinkind und bereits wieder in “anderen Umständen” machen.
Zusammen mit den vier Abenteurern haben wir am Donnerstag die Stadt per Rad bei
bestem Wetter erkundet. Schwach sind wir auf dem riesigen Markt mit unzähligen
Ständen und Markthallen geworden, auf welchem wir uns mit frischem Obst, Gemüse,
Käse und weiteren frischen Köstlichkeiten eingedeckt haben. Da Riga von einem
Bremer Bischof gegründet wurde, durften die Bremer Stadtmusikanten natürlich
nicht fehlen. Apro po’ Musik: in der Stadt fand gerade ein mehrtägiges,
internationales Chor-Wettsingen statt, so dass wir ziemlich vielen Chören aus
aller Herren Ländern über den Weg gelaufen sind. Ab und zu fingen diese spontan
an den verschiedensten Orten an zu singen – wahrscheinlich, um für die ihren
Wettbewerb zu üben. Einen solchen, sehr beeindruckenden Wettbewerb mit Gänsehaut
durften wir in der St. Petrikirche miterleben. Am liebsten hätte Susi Polye –
den kleinen, verschmusten, liebesbedürftigen, schwarzen “Waldi” unserer drei
Begleiter – entführt ;) Am Freitag sind wir nochmal in die Stadt geradelt, um
uns unter anderem das schöne Jugendstilviertel und noch ein Chorkonzert in einem
der vielen Parkanlagen Rigas anzuschauen.
Am späten Nachmittag sind wir dann weiter Richtung Nordosten in den Gauja
Nationalpark nach Sigulda gefahren. Dort haben wir uns nach Besichtigung der
alten und neuen Burg ein Beispiel an unseren neuen Bekannten genommen und haben
die erste Nacht außerhalb eines Campingplatzes verbracht. Susi fand wohl meine
Stellplatzwahl in der Nähe des Friedhofes nicht ganz so toll und hat die Nacht
nicht so gut geschlafen, da auch noch diverse Autos neben uns anhielten und
irgendwann wieder abfuhren…
Nachdem wir uns am nächsten Morgen die berühmteste Burg Lettlands “Turaida”
inkl. einer sagenumwobenen Höhle angeschaut haben, sind wir wieder auf einen
Campingplatz direkt am Fluss Gauja bei Cesis im Herzen des Nationalparks
gefahren. Diesen haben wir in den zwei folgenden Tagen per Rad und Boot
erforscht. Fazit: Natur pur – bis auf die lokalen Autofahrer, welche in
halsbrecherischem Tempo die Schotterpisten langdüsen. Abends war Duschen und
Stärkung angesagt! Zum Verdauen gab es dann den lokalen Kräuterlikör “Riga
Balzams”. Da wir nicht sicher waren, welcher der drei verschiedenen Sorten
(30-45%) die leckerste ist, haben wir alle drei mal durchprobiert - die
mittelstarke mit 40% hat uns am besten geschmeckt.
Nach einer vierstündigen, extrem entspannenden und erholsamen Paddeltour am
Montag ging es dann weiter nach Estland, wo wir an einem der vielen kleinen Seen
unser Lager für eine Nacht aufschlugen (sehr idyllisches Plätzchen). Am Dienstag
haben wir auf dem Weg Richtung Norden zum Lahemaa Nationalpark (= erste
Nationalpark im ehemaligen Sowjetreich!) zweimal einen Zwischenstopp am
fünftgrößten See Europas (Peipus See) zum Picknicken und Baden eingelegt,
welcher nach unserem Gefühl leicht als Meer durchgehen kann – feiner Sandstrand,
Wellen und kein gegenüberliegendes Ufer sichtbar…
Am "richtigen" Meer am finnischen Meerbusen werden wir jetzt bis Freitag
bleiben, bevor es weiter nach Tallinn geht, wo wir uns für Sonntag in der Früh ein
Fährticket nach Helsinki gekauft haben.
Bis nächste Woche, Susi + Torsten
Donnerstag, 17. Juli 2014
Sonntag, 13. Juli 2014
Weltmeister!
Was für ein Spiel - was für ein Tor! Endlich ist es mal wieder soweit! Schön das wir das miterleben durften. Susi und ich haben das Spektakel auf einem Campingplatz an der Gauja im gleichnamigen Nationalpark in Lettland miterlebt. Leider gab es kein Public Viewing, da wir neben einem Zelt die einzigen auf dem Campingplatz sind. Die ersten zwanzig Minuten waren für uns sehr nervenaufreibend, da das Bild und der Ton aufgrund eines Gewitters und starken Regens ständig weg war. Aber dann wurde alles gut - so schön!!!
Bis bald, Susi & Torsten
Freitag, 11. Juli 2014
Litauen
In der letzten erlebnisreichen Woche haben wir knapp 800 km von Polen durch
Litauen zurückgelegt. Der erste Stopp war in Kaunas auf einem kleinen
Campingplatz am See, an welcher jedoch die Schnellstraße und Autobahn vorbeiging
(ansonsten extrem lauschig :)
Nach Erkundung der sehr schönen Altstadt mit landestypischen Mittagessen ging es am Donnerstag weiter in die Hauptstadt Vilnius, wo wir ziemlich zentrumsnah an der Messe übernachtet haben. Dort haben wir auch festgestellt, dass wir ein ziemlich kleines Wohnmobil haben – man muss sich ja noch steigern können ;) Obwohl wir ziemlich zentrumsnah standen, war es ziemlich kompliziert mit dem Rad die Altstadt von Vilnius zu finden, da es so gut wie keine Radwege gab und wir ungern die Stadtautobahn nutzen wollten. Wobei wir auf der Autobahn schon öfter Radfahrer gesehen haben, was laut Reiseführer wohl normal ist. In der Stadt durften wir ein riesiges Folklorefest erleben, welches nur alle 5 Jahre stattfindet. Dort haben wir uns erst mal durch die landestypischen Spezialitäten gekostet, z.B. Gira/ Kwas, was fast wie Malzbier schmeckt. Die Altstadt gilt zwar als UNESCO Weltkulturerbe, aber Kaunas hat uns besser gefallen – vielleicht war die Altstadt einfach zu groß und wir haben nicht die allerschönsten Plätze gesehen.
Am Samstag ging es von Vilnius zu einzigen Wasserburg Osteuropas Trakai und danach gleich weiter zu zum geographischen Mittelpunkt Europas, von welchem wir erst beim Frühstück aus dem Reiseführer erfahren haben ;) Dort gab es ein tolles Zertifikat und wir durften dem Deutschlandfunk ein kleines Interview über verschiedene “Mittelpunkte Europas” geben. Im Anschluss haben wir noch einen sehr beeindruckenden Ort Litauens – dem “Berg der Kreuze” in der Nähe von Schaulen (Siauliai) besucht.
Nach Empfehlung vieler Reisender und Einheimischer sind wir am Sonntag nicht direkt nach Lettland weitergefahren, sondern haben einen Zwischenstopp an der Ostsee eingelegt – jetzt wo endlich auch der Sommer Einzug gehalten hat. Von dort haben wir einen Tagesausflug mit dem Roller auf die Kurische Nehrung mit Europas größten und höchsten Dünen gemacht und waren jetzt auch schon mehrfach schwimmen!
Seit Vorgestern sind wir in Lettland und haben die Zeit in Riga verbracht…dazu aber später mehr.
Bis bald, Susi & Torsten
PS: Does anyone reads our English “version”? If yes, we could keep it ;)
Nach Erkundung der sehr schönen Altstadt mit landestypischen Mittagessen ging es am Donnerstag weiter in die Hauptstadt Vilnius, wo wir ziemlich zentrumsnah an der Messe übernachtet haben. Dort haben wir auch festgestellt, dass wir ein ziemlich kleines Wohnmobil haben – man muss sich ja noch steigern können ;) Obwohl wir ziemlich zentrumsnah standen, war es ziemlich kompliziert mit dem Rad die Altstadt von Vilnius zu finden, da es so gut wie keine Radwege gab und wir ungern die Stadtautobahn nutzen wollten. Wobei wir auf der Autobahn schon öfter Radfahrer gesehen haben, was laut Reiseführer wohl normal ist. In der Stadt durften wir ein riesiges Folklorefest erleben, welches nur alle 5 Jahre stattfindet. Dort haben wir uns erst mal durch die landestypischen Spezialitäten gekostet, z.B. Gira/ Kwas, was fast wie Malzbier schmeckt. Die Altstadt gilt zwar als UNESCO Weltkulturerbe, aber Kaunas hat uns besser gefallen – vielleicht war die Altstadt einfach zu groß und wir haben nicht die allerschönsten Plätze gesehen.
Am Samstag ging es von Vilnius zu einzigen Wasserburg Osteuropas Trakai und danach gleich weiter zu zum geographischen Mittelpunkt Europas, von welchem wir erst beim Frühstück aus dem Reiseführer erfahren haben ;) Dort gab es ein tolles Zertifikat und wir durften dem Deutschlandfunk ein kleines Interview über verschiedene “Mittelpunkte Europas” geben. Im Anschluss haben wir noch einen sehr beeindruckenden Ort Litauens – dem “Berg der Kreuze” in der Nähe von Schaulen (Siauliai) besucht.
Nach Empfehlung vieler Reisender und Einheimischer sind wir am Sonntag nicht direkt nach Lettland weitergefahren, sondern haben einen Zwischenstopp an der Ostsee eingelegt – jetzt wo endlich auch der Sommer Einzug gehalten hat. Von dort haben wir einen Tagesausflug mit dem Roller auf die Kurische Nehrung mit Europas größten und höchsten Dünen gemacht und waren jetzt auch schon mehrfach schwimmen!
Seit Vorgestern sind wir in Lettland und haben die Zeit in Riga verbracht…dazu aber später mehr.
Bis bald, Susi & Torsten
PS: Does anyone reads our English “version”? If yes, we could keep it ;)
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